matrix technology AG

22.02.2019

Neuer Amazon-Dienst: AWS Backup

Im Januar erweiterte AWS seine Backup-Lösung und bietet seinen Kunden nun einen zentralisierten und vollständig verwalteten Backup-Service über AWS-Dienste sowie lokale Standorte an. Ziel ist es, die Datensicherung sowohl in der Cloud als auch On-Premises zu vereinfachen.

Das Backup-Management ist simpel gestaltet und soll die Sicherung von Datenbanken, Dateisystemen und Speicherdatenträgern für IT-Verantwortliche erleichtern. Nur wenige Klicks sind notwendig, um in der AWS Management Console Richtlinien zu definieren, wie häufig Backups erstellt und über welchen Zeitraum diese gespeichert werden sollen. Bisher gab es für Dateisysteme, Block und Object Storage sowie Datenbanken eigene Backup-Funktionen. Die neue Lösung verspricht eine Konsolidierung dieser, wodurch auch die Erfüllung regulatorischer Anforderungen einfacher werden soll. Zukünftig werden darüber hinaus Konfiguration und Prüfung der AWS-Ressourcen zentral möglich sein. Hinzu kommt die Automatisierung von Backup-Planungen und die Überwachung von letzten Sicherungen und Wiederherstellungen.

Zu Beginn ist AWS Backup nur für die Amazon-Dienste Elastic Block Store (EBS), DynamoDB, Elastic File System (EFS) und Relational Database Service (RDS) verfügbar. Eine Ausweitung auf weitere Amazon-Dienste soll jedoch zukünftig erfolgen.  

Doch was bedeutet das jetzt genau für AWS-Kunden?

Die Verfügbarkeit von AWS Backup entbindet potenzielle Nutzer jedoch nicht davon, sich grundlegende konzeptionelle Gedanken über die für sie relevanten Compliance-Regeln zu machen und daraus konkrete Anforderungen an ihr Backup-System zu definieren. Diese Aufgabe ist aufgrund der Vielzahl von Anforderungen – nicht zuletzt durch die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) – komplex und herausfordernd, aber unerlässlich, wenn Unternehmen sicherstellen wollen, dass sie compliant agieren.

„Sobald diese Vorarbeit geleistet ist, kann bewertet werden, welche Tools, Systeme oder Dienste eingesetzt werden sollten, um die Anforderungen zu erfüllen. Je höher dabei der Automatisierungsgrad, desto geringer ist die Gefahr, dass der Bediener zur Fehlerquelle wird.“, so Wolfgang Mokosch, Senior Strategy Consultant bei der matrix.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der neue Dienst für AWS-Nutzer sicherlich der richtige Schritt in Richtung Konsolidierung und Automatisierung von Backup-Lösungen zur Erfüllung von Compliance Auflagen sein kann. Vorausgesetzt sie haben ihre Hausaufgaben gemacht.

Weitere Informationen zu AWS Backup erhalten Sie hier: https://aws.amazon.com/de/backup/