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22.05.2018

EU-DSGVO: Drei Viertel der Unternehmen sind noch nicht bereit für die neuen Regelungen

Am Freitag ist es soweit: Nach einer zweijährigen Übergangsfrist tritt die europäische Datenschutzgrundverordnung (kurz: EU-DSGVO) in Kraft. Eine repräsentative Umfrage der Bitkom hat jedoch nun ergeben, dass ein Großteil der Unternehmen die Umsetzung der neuen Regelungen nicht rechtzeitig fertigstellen kann.

Am Freitag ist es soweit: Nach einer zweijährigen Übergangsfrist tritt die neue europäische Datenschutzgrundverordnung (kurz: EU-DSGVO) in Kraft. Eine repräsentative Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (kurz: Bitkom) hat jedoch nun ergeben, dass ein Großteil der Unternehmen die Umsetzung der neuen Regelungen nicht rechtzeitig fertigstellen kann.

Lediglich ein Viertel der Unternehmen wird die Umsetzung bis zum Stichtag der Datenschutzgrundverordnung am 25. Mai 2018 vollständig beendet haben. Immerhin haben 32 Prozent der Unternehmen die Änderungen größtenteils und 33 Prozent teilweise umgesetzt. Nur 4 Prozent der Unternehmen stehen noch ganz am Anfang.  Die Ergebnisse zeigen, dass die schwer abzuschätzenden Umsetzungsaufwände, die vorherrschende Rechtsunsicherheit sowie der zu kurze Umsetzungszeitraum als größte Herausforderungen gesehen werden.

Unternehmen erhoffen sich kulantes Verhalten von den Aufsichtsbehörden

„Viele Unternehmen haben sich in der Vergangenheit zu wenig um den Datenschutz gekümmert und haben deshalb Nachholbedarf.“, so Achim Berg, Präsident des Bundesverbands. Hinzu kommt, dass es bis heute keine praktischen Hilfestellungen von Seiten der Aufsichtsbehörden zur Datenschutzgrundverordnung gibt. Aufgrund dessen würden 41 Prozent der Unternehmen eine verlängerte Schonfrist, bei der es zur Aussetzung von Sanktionen kommt, befürworten. Knapp die Hälfte der insgesamt 500 Unternehmen spricht sich dafür aus, dass die Aufsichtsbehörden bei der Feststellung von Verstößen zunächst nur zur Nachbesserung auffordern sollten. „Auch für die Behörden muss das Motto zunächst einmal lauten: Helfen statt bestrafen.“, sagte Berg.

Auseinander gehen die Meinungen bei der grundsätzlichen Bewertung der Datenschutzgrundverordnung. 70 Prozent der befragten Unternehmen denken, dass die neuen Regeln einheitliche Wettbewerbsbedingungen in der EU schaffen. Knapp 50 Prozent sehen einen Wettbewerbsvorteil für europäische Unternehmen und schätzen die Vorteile für das eigene Unternehmen positiv ein (43 Prozent). Jedoch denken 50 Prozent der befragten Unternehmen auch, dass mit der EU-DSGVO die Geschäftsprozesse komplizierter werden und die Digitalisierung in Europa ausgebremst wird (38 Prozent). Die Studienergebnisse können Sie hier nachlesen: https://bit.ly/2IpxVB9

Die matrix hat Ihnen die wichtigsten Änderungen, die mit der neuen EU-DSGVO auf Sie zukommen, in einem Handout zusammengetragen: https://bit.ly/2s16nHm